Frequently Asked Questions
Was ist die PoMiKo?
Die Postmigrantische Jurist*innenkonferenz - kurz: PoMiKo - ist die erste juristische Fachtagung, die sich explizit aus einer postmigrantischen Perspektive Fragestellungen an der Schnittstelle von Recht und Gesellschaft widmet. Sie findet erstmalig am 25.-27.09.2026 in Berlin unter dem Titel „Aspekte eines postmigrantischen Rechts“ statt und bringt Rechtswissenschaften, Nachbardisziplinen und Zivilgesellschaft in einen Trialog.Alle Fachrichtungen mit Rechtsbezug sind ausdrücklich willkommen. Gemeinsam diskutieren wir über ein selbstreflexives Recht, adressieren strukturelle Ungleichheiten und machen bislang unterrepräsentierte Anliegen sichtbar. Ziel ist es, demokratisches Recht und gesellschaftliche Teilhabe durch die Inklusion postmigrantischer Stimmen zu stärken. Die PoMiKo schafft dabei Raum für fachlichen Austausch, Empowerment und nachhaltige Vernetzung — und leistet damit einen Beitrag für eine offene Debattengesellschaft.
Was heißt eigentlich „postmigrantisch“?
“Post” kommt aus dem Lateinischen und bedeutet “nach” oder “hinter”. Postmigrantisch bedeutet wörtlich übersetzt also “nach der Migration” oder “hinter der Migration”. Damit ist allerdings nicht gemeint, dass die Migrationsprozesse bereits abgeschlossen sind. Vielmehr knüpft der Begriff zwar an Migrationsbewegungen an, lässt diese aber hinter sich und legt den Fokus auf die gesellschaftliche Formung, die durch Migration entsteht.
Im Kontext unseres Vereins insgesamt verwenden wir “postmigrantisch” als Beschreibung der durch Migration veränderten Gesellschaft, deren Mitgestaltung immer mehr Bürger*innen für sich beanspruchen.
Weitere Infos findest du unter anderem hier und hier.
Während der PoMiKo wollen wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie das Recht in einer postmigrantischen Gesellschaft ausgestaltet sein muss, welche Möglichkeiten es bietet und auch, welche Grenzen ihm gesetzt sind. Wir haben keine klare Antwort auf die Frage, wie postmigrantisches Recht aussehen kann, sondern wollen uns diesem Begriff durch einen gemeinsamen Austausch und Diskussionen mit euch nähern.
Wer organisiert die PoMiKo?
Die PoMiKo wird ehrenamtlich von einer Gruppe aus 14 (?) Mitgliedern des Postmigrantischen Jurist*innenbunds e.V. aus ganz Deutschland organisiert. Unser Verein setzt sich seit 2021 für den Abbau von Diskriminierung im und durch das Recht ein. Er unterstützt migrantische, von Rassismus betroffene und jüdische Juristinnen und Juristen und bietet eine Plattform für Vernetzung und Austausch. Die PoMiKo wird dieses Jahr von der Nemetschek-Stiftung, der Zeitstiftung Bucerius und ACCICE gefördert und mit Unterstützung durch den Afrodeutschen Jurist*innenbund veranstaltet.
Wer ist eingeladen?
Die Konferenz ist offen für alle Personen, die migrantisch, jüdisch und/oder von Rassismus betroffen sind und in irgendeiner Weise einen Rechtsbezug haben. Wir laden ausdrücklich nicht nur Jurist*innen, sondern auch Expert*innen aus anderen Fachrichtungen und der Zivilgesellschaft ein, die sich mit uns über Aspekte eines postmigrantischen Rechts austauschen wollen.
Ich weiß nicht, ob ich zu einer der oben genannten Gruppen zähle. Worauf kommt es an?
Wir arbeiten mit dem Konzept der Selbstidentifikation. Das bedeutet, dass es nur darauf ankommt, ob du dich selbst einer der Gruppen zugehörig fühlst. Eine Nachprüfung stellen wir nicht an.
Muss ich Mitglied sein, um teilnehmen zu können?
Nein, auch Nichtmitglieder, die sich als migrantisch, jüdisch und/oder von Rassismus betroffen positionieren und in irgendeiner Weise einen Rechtsbezug haben, können teilnehmen. Mitglieder erhalten allerdings eine Vergünstigung auf die Teilnahmegebühren und können bei künftigen Veranstaltungen und anderen Projekten mitgestalten und das Netzwerk nutzen. Den Mitgliedsantrag könnt ihr hier stellen.
Wie läuft das Anmeldeverfahren ab?
Infos folgen.
Werden Unterkünfte gestellt?
Leider können wir aus Kapazitätsgründen keine Unterkunft für alle Teilnehmenden organisieren. Wir haben aber eine Liste mit Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe zusammengestellt, die wir euch nach erfolgter Anmeldung zur Verfügung stellen. Da im selben Zeitraum mehrere Großveranstaltungen in Berlin stattfinden, empfehlen wir euch, euch frühzeitig um eine Unterkunft zu kümmern.
Außerdem wird eine bedürfnisorientierte Bettenbörse unter allen Teilnehmenden organisiert, sodass ggf. eine kostenlose Unterkunft in einer Berliner Privatwohnung möglich ist. Den Link zur Bettenbörse erhaltet ihr ebenfalls nach erfolgter Anmeldung per E-Mail.
Ist die Veranstaltung barrierefrei?
Wir bemühen uns, die PoMiKo möglichst barrierearm zu gestalten. Dabei erkennen wir an, dass uns durch unsere Möglichkeiten, Kompetenzen und Erfahrung als vollständig ehrenamtlich arbeitende Orga-Gruppe Grenzen gesetzt sind und es uns nicht gelingen wird, alle Barrieren abzubauen. Damit ihr besser einschätzen könnt, ob die Veranstaltung für euch zugänglich ist, folgt hier ein Überblick zu Barrieren und Barrierefreiheit.
- Räume: Treppen, Aufzüge, barrierefreie Toiletten, All-Gender-Toiletten? -> PG 3 bitte ergänzen
- Es wird einen Ruhe- und Gebetsraum geben.
- Die von uns angebotenen Essen und Getränke sind ausschließlich vegan und vegetarisch. Bitte beachtet, dass wir keine Vollverpflegung anbieten können. Genaueres zu den geplanten Mahlzeiten findet ihr im Ablaufprogramm.
- Bei der PoMiKo wird es keinen von uns gestellten Sanitätsdienst geben.
- Servicetiere (PG3: Sind die erlaubt?)
- Unsere Veranstaltungen finden in deutscher Lautsprache statt. Leider können wir dieses Mal keine Gebärden- oder Fremdsprachedolmetschung und auch keine Schriftübersetzung anbieten.
- Vermerkung von Bedarfen in Anmeldung
Gibt es ein Hygienekonzept?
In den Räumlichkeiten des Silent Greens sind Desinfektionsmittelspender aufgestellt. In allen Toiletten stellen wir kostenlose Hygieneartikel zur Verfügung.
Wir bitten alle Teilnehmenden, sich solidarisch, rücksichtsvoll und eigenverantwortlich zu verhalten. Dies bedeutet unter anderem:
Tragt eine Maske, wenn ihr Erkältungssymptome habt.
Bleibt der Konferenz fern oder entfernt euch von ihr bei schwereren Erkrankungen.
Tragt aus Rücksicht gegenüber z.B. Migränepatient*innen keine stark riechenden Parfüms.
Gibt es Awareness- und Beschwerdestrukturen?
Für die gesamte Dauer der Konferenz, sowie im Vorfeld und im Nachgang der Veranstaltung gilt unser Awareness-Konzept und unser Code of Conduct. Alle Teilnehmenden bestätigen bei ihrer Anmeldung, dass sie beides zur Kenntnis genommen haben und stimmen zu, dem Code of Conduct Folge zu leisten.
Während der gesamten Konferenz wird ein externes, professionelles Awareness-Team vor Ort für euch ansprechbar sein. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit zur anonymen Beschwerde. In den Veranstaltungsräumen selbst werden QR-Codes zu finden sein, die euch ebenfalls auf die Website zur anonymen Beschwerde weiterleiten werden.
Aufgrund unserer begrenzten Kapazitäten können wir leider kein professionelles Beschwerdemanagement anbieten. Alle eingereichten Beschwerden werden jedoch als wichtige Hinweise in die Evaluation der Konferenz aufgenommen und bei der Planung zukünftiger Veranstaltungen berücksichtigt.
Neben unseren eigenen Angeboten gibt es in Berlin verschiedene Antidiskriminierungsberatungsstellen, die euch bei Zwischenfällen auf und im Kontext der PoMiKo zur Verfügung stehen. Eine Übersicht findet ihr hier.
Gibt es ein Datenschutzkonzept?
Wir nehmen den Schutz euer personenbezogenen Daten ernst. Unsere Datenschutzhinweise findet ihr hier.
Bei Fragen und Anmerkungen zu diesem Thema steht euch unsere Datenschutzbeauftragte unter [Mailadresse] zur Verfügung.
Wie kann ich auf dem Laufenden bleiben?
Wir bieten einen Newsletter an, für den ihr euch hier anmelden könnt. Außerdem informieren wir über unsere Arbeit auf unserer Webseite, Instagram und LinkedIn.
Ich habe noch offene Fragen. An wen kann ich mich wenden?
Schick uns deine Fragen gerne jederzeit per Mail an events@pmjb.de.
