Code of Conduct
Die PoMiKo wird vom Postmigrantischen Jurist*innenbund (PMJB) organisiert. Wir möchten einen Raum schaffen, in dem sich alle Teilnehmenden – unabhängig von Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Behinderung, Religion, sexueller Orientierung, Berufserfahrungoder sozio-ökonomischen Status – sicher, respektiert und willkommen fühlen. Dieser Code of Conduct gilt für die gesamte Dauer der Konferenz, einschließlich des Abendprogramms, sowie für alle damit verbundenen Online-Kanäle (z. B. Instagram und LinkedIn).
Wir sprechen bewusst von der „negativ betroffenen Person" (nbP) statt von „Opfer" und von der „grenzüberschreitenden Person" statt von „Täter*in". Maßgeblich dafür, ob eine Grenze überschritten wurde, ist die Einschätzung der nbP – unabhängig davon, ob die Grenzüberschreitung oder diskriminierende Aussage beabsichtigt waren. Wie wir Awareness verstehen, wie unser Team arbeitet und wie wir bei Vorfällen vorgehen, beschreibt unser Awareness-Konzept.
Die Orga-Leitung besteht aus den Vorstandsmitgliedern des PMJB und ist unter vorstand@pmjb.de erreichbar.
Das erwarten wir von allen Teilnehmenden
- Respektvoller Umgang: Unterschiedliche Meinungen und fachliche Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht – persönliche Angriffe und diskriminierende Aussagen nicht.
- Einverständnis zählt: Begrüßungen, Berührungen und Nähe nur mit dem klaren Einverständnis der anderen Person. Ein „Nein‘ oder Zurückweichen wird akzeptiert, ohne Nachfragen oder Drängen.
- Pronomen und Selbstbezeichnungen: Respektiert die Pronomen und Selbstbezeichnungen anderer Teilnehmenden.
- Rücksicht bei Fotos und Videos: Vor dem Fotografieren oder Filmen einzelner Personen kurz nachfragen; auf Wunsch werden Aufnahmen gelöscht. Im Ruhe- und Gebetsraum sind jegliche Aufnahmen untersagt.
- Aufmerksamkeit für andere: Wer eine Grenzüberschreitung und/oder diskriminierendes Verhalten beobachtet, darf und soll eingreifen, deeskalieren oder das Awareness-Team informieren – auch wenn man selbst nicht betroffen ist.
- Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol: Beim Abendprogramm darf Alkohol konsumiert werden. Alkoholeinfluss ist jedoch nie eine Entschuldigung für grenzüberschreitendes Verhalten.
Nicht akzeptables Verhalten
Die folgende Liste ist nicht abschließend, sondern beispielhaft. Im Zweifel gilt: Wenn sich jemand durch ein Verhalten unwohl fühlt, nehmen wir das ernst – unabhängig davon, ob das Verhalten auf dieser Liste steht.
- Diskriminierende, rassistische, antisemitische, herabwürdigende oder beleidigende Kommentare oder Witze.
- Sexualisierte Bemerkungen, Anspielungen oder Verhalten, einschließlich unerwünschter Komplimente zum Aussehen oder Körper.
- Unerwünschte körperliche Nähe oder Berührung, Verfolgen oder Bedrängen.
- Einschüchterung, Anschreien, Drohungen oder aggressives Auftreten gegenüber anderen Teilnehmenden, Speaker*innen oder dem Orga-/Awareness-Team.
- Störung von Vorträgen oder Sessions durch wiederholte, gezielte verbale Angriffe auf Vortragende.
- Unerlaubtes Fotografieren, Filmen oder Veröffentlichen von Aufnahmen anderer Personen.
- Anhaltendes, unerwünschtes Verhalten gegenüber einer Person, auch nachdem diese deutlich gemacht hat, dass es unerwünscht ist.
- Mikroaggressionen und subtil diskriminierendes Verhalten, auch wenn es unbeabsichtigt geschieht.
Wenn ich selbst die Grenze einer anderen Person überschritten habe
Es kann passieren, dass man unbewusst die Grenze einer anderen Person überschreitet. Werdet ihr darauf hingewiesen: Verhalten unterlassen, nicht sofort rechtfertigen. Das Awareness-Team steht für ein klärendes Gespräch zur Verfügung.
Wenn etwas vorfällt
Niemand muss einen Vorfall „richtig‘ oder „schlimm genug‘ finden, um sich zu melden. Auch Situationen, die sich noch nicht klar einordnen lassen, dürfen angesprochen werden.
An wen kann ich mich wenden?
- Das Awareness-Team wird während der gesamten Konferenz inkl. Abendprogramm erreichbar sein. Ihr erkennt sie an ihren Westen.
- Die Kontaktdaten teilen wir euch nach erfolgter Anmeldung mit.
- Eine Person des Awareness-Teams wird während der gesamten Konferenz beim oder in der Nähe des Ruhe- und Gebetsraumes ansprechbar sein.
- Falls das Awareness-Team nicht erreichbar ist oder ihr euch mit dem Awareness-Team nicht wohlfühlt, stehen euch auch unsere Orga-Leitung zur Verfügung. Die Kontaktdaten teilen wir euch nach erfolgter Anmeldung mit.
Was passiert dann?
- Das Awareness-Team hört zu, nimmt ernst und unterstützt.
- Gemeinsam werden nächste Schritte besprochen (z. B. Rückzugsraum, Begleitung, Information an die Orga-Leitung).
- Was passiert, bestimmt grundsätzlich die negativ betroffene Person – außer bei akuter Gefahr oder gesetzlicher Meldepflicht.
- Konsequenzen für die grenzüberschreitende Person werden von der Orga-Leitung entschieden, nicht vom Awareness-Team.
- Der ausführliche Ablauf unserer Awareness-Arbeit steht im Awareness-Konzept
Unser Awareness-Team bietet ein offenes Ohr, Begleitung und ggf. Vermittlung an passende Fachstellen – ersetzt jedoch keine psychosoziale Beratung oder polizeiliche Ermittlung.
Bei akuter Gefahr für Leib und Leben wählt bitte direkt den Notruf 112.
Mögliche Konsequenzen bei Verstößen
Je nach Schwere des Verstoßes können folgende Maßnahmen durch die Orga-Leitung ergriffen werden:
- Persönliches Gespräch und Aufforderung, das Verhalten zu ändern.
- Ausschluss von einzelnen Programmpunkten oder dem Abendprogramm.
- Ausschluss von der Konferenz.
- Bei strafrechtlich relevantem Verhalten: Einbeziehung der Polizei und/oder rechtliche Schritte.
- Hausverbot für künftige Veranstaltungen des Vereins und ggf. Meldung an Partnerorganisationen.
Geltungsbereich und Kontakt
Dieser Code of Conduct gilt für alle Teilnehmenden, Speaker*innen, Mitglieder des PMJB, Unterstützer*innen sowie das Orga- und Awareness-Team gleichermaßen – unabhängig von der jeweiligen Rolle auf der Konferenz.
Fragen zu diesem Code of Conduct beantworten wir euch vor und während der Konferenz gerne unter vorstand@pmjb.de.
Wir freuen uns auf eine respektvolle und bereichernde PoMiKo mit euch!
Dieser Code of Conduct wurden mit Unterstützung von Aïma Samat erstellt und vom Vorstand des PMJB angenommen. Fragen oder Anmerkungen zum Konzept gerne an kontakt@machtklar.de.
